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Wieso Bio-Baumwolle für unsere Schals und Tücher?

Baumwolle ist weltweit die am häufigsten angebaute Pflanze, die nicht als Nahrungsmittel verwendet wird. 47% der Textilien weltweit werden aus Baumwolle hergestellt. Die Samen der Pflanze werden zu Speiseölen, Tierfutter und Kosmetika verarbeitet. An der weltweiten Baumwoll-Produktion nimmt dabei der Anbau von Biobaumwolle nur 1% ein. (2013/14: 25,6 Mio.) Die größten Produzenten sind Indien (74%), die Türkei (11%) und China (6%).

Mittlerweile überholt die Nachfrage das Angebot. Das führt zu Unsicherheiten bei Textil-Unternehmen, die deshalb sehr vorsichtig mit langfristigen Investitionen in den Bioanbau sind. Bis 2011 ist der Anbau stetig gestiegen, seither gibt es leichte Ernterückgänge. Der Grund dafür ist unter anderem die Unkenntnis in biologischen Anbaumethoden sein, sowie die fehlende Zusammenarbeit der Gemeinschaften der Bauern.

Der Druck vom Markt auf die Baumwollproduktion wurde in den letzten Jahren immer stärker: immer mehr Baumwolle wurde verlangt um die Einnahmen zu erhöhen. Dies hatte schwerwiegende Probleme zur Folge.
Die Verwendung von Pestiziden und Düngemitteln nahm stark zu. Diese sind jedoch sehr gesundheitsgefährdend, laugen Böden aus, schädigen die Tierwelt, verursachen Treibhausemissionen und verschmutzen die Süßwasserressourcen (in den Anbauländern herrscht ohnehin zunehmende Wasserknappheit).
Dazu kommt, dass der größte Teil der Baumwolle von Kleinbauern in Entwicklungsländern produziert wird. Diese sind stark abhängig von Preisschwankungen an Rohstoffmärkten, sowie von Wetterkapriolen. Oft werden sie durch diese schwer getroffen.
Außerdem kam es zu einem hohen Einsatz gentechnisch veränderten Saatguts. Insgesamt 50% des Baumwoll-Anbaus wird damit betrieben, in Indien sind es sogar 90%. Hier ist das Problem: die Pflanzen, genauer gesagt das Unkraut, sowie die Schädlinge werden resistent gegen die Chemikalien. Das bedeutet: immer wieder müssen neue Pestizide bzw. neues Saatgut beschafft werden, was ständig neue Anschaffungskosten für die Bauern bedeutet. In vielen Regionen werden durch den konventionellen Anbau auch die benachbarten Böden anderer Bauern kontaminiert. Heißt: hier ist gar nicht Bioanbau mehr möglich.

Bioanbau ist dabei die bessere Alternative! Biobaumwolle hat die gleichen Eigenschaften wie konventionelle Baumwolle, doch eine deutlich bessere Umweltbilanz.
Die Probleme des konventionellen Anbaus sind: der hohe Einsatz von Dünger, außerdem wird kein Fruchtwechsel auf Feldern betrieben, was zu schlechter Bodenqualität und Erosionen führt. Dadurch sind die Pflanzen umso anfälliger für Wetterkapriolen und Schädlingsbefall, wodurch es noch häufiger zu Ernteausfällen kommt.
Beim biologischen Anbau werden Bauern in Umgang mit natürlichen Pestiziden und Düngemitteln geschult. Sie nutzen statt Kunstdüngern natürliche Nährstoffquellen wie Tier- und Pflanzenabfälle. Das führt zur Verminderung von gesundheitlichen Risiken. Erschreckend: pro Jahr sterben 16.000 Menschen an von Chemikalien belastetem Wasser und Böden! Außerdem werden so die Ressourcen und Böden geschont.

Bio-Anbaumethoden sorgen für kräftigere und fruchtbarere Böden. Dadurch haben Bauern widerstandsfähigere Bestände ihrer Ernte. Außerdem werden sie in Fruchtwechsel geschult, um die Böden zu schonen. So verbessern sie ungemein deren Qualität, was wiederum dazu führt, dass sie weniger anfällig für Ernteausfälle sind. Sie betreiben dazu Anbau von verschiedenen Pflanzen und sind weniger von einer einzigen abhängig.

Bioanbau schützt also die natürlichen Ressourcen, von denen die Bauern stark abhängig sind.
Verboten ist natürlich auch der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut. Bioanbau sorgt für 5x weniger Wasserverschmutzung, schützt also auch Trinkwasserquellen. Für ethisch und sozial korrekte Bedingungen innerhalb der gesamten Lieferkette sorgen dabei Standards bzw. Siegel wie z.B. GOTS (Global Organic Textile Standard).

Wie kann Bioproduktion erhöht werden?
Es müssen deutlichere Signale vom Markt kommen und langfristige Kaufverträge und Investitionen geschlossen werden.
Bauern müssen besser geschult und unterstützt werden: fortlaufende Bio-Produktion stärkt langfristig die Erträge und bringt höhere Gewinne. Jedoch werden in den ersten paar Jahren der Umstellung die Erträge zurückgehen, heißt die Bauern müssen „durchhalten“ und während dieser Zeit finanziell unterstützt werden.

Ein weiteres Problem ist leider oft, dass Bauern ihre Bio-BW oft zu konventionellen Preisen verkaufen, da sie keinen direkten Zugang zur Lieferkette haben. Dies muss geändert werden! Organisationen sollten Bioanbau attraktiver für Bauern machen, ihre Gewinnanteile sichern, sie besser schulen, den Zugang zu nicht gentechnisch verändertem Saatgut vereinfachen und widerstandsfähigeres Saatgut entwickeln. Außerdem müssen sie bei neuen Bewässerungsanlagen, die Wasserverbrauch reduzieren, unterstützend wirken.

Allgemein lohnt es sich die Umstellung auf Bio unterstützen, denn: langfristig spart diese Art des Anbaus Kosten durch den geringeren Pestizideinsatz, sie verbessert die Bodenqualität, erzeugt resistentere Pflanzen.

Und genau deswegen nutzen wir für unsere Sekai Colori Schals und Tücher ausschließlich Biobaumwolle! Alle einfarbigen Jerseystoffe sind GOTS zertifiziert, ebenfalls die Rohware unserer bedruckten Accessoires. Ihr könnt Sie also mit gutem Gewissen tragen! 😉

 


Quellen:

www.watson.ch/international/wirtschaft/332007040-bio-baumwolle-und-was-heisst-das-jetzt-genau-eine-erklaerung-in-9-punkten

www.organiccotton.org/oc/index.php

www.umweltinstitut.org/fragen-und-antworten/bekleidung.html

www.stoffrecall.de/herstellung-textilien-philosophie/anbau-folgen-baumwolle-textilien

virtuelles-wasser.de/baumwolle.html

www.c-and-a.com/de/de/corporate/company/nachhaltigkeit/bio-cotton/

Anzeigebild:

www.nachhaltigleben.ch/mode/bio-baumwolle-in-der-schweiz-680/2

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